Text zur Ausstellung

aktuelle Ausstellung

Sándor Makoldi

Zeichnungen und Malerei

Ausstellung vom 22.03. – 20.05.2017

 

 

Text zur Ausstellung

In den Zeichnungen von Sandor Makoldi fließt der absolute sichere Strich ohne Unterbrechung bis mindestens eine Figur vollendet ist. Ganz wenige Ergänzungen sind notwendig, um Augen, Mund oder andere Details zu verdeutlichen. Wir begegnen Sonne, Mond und Sterne in verschiedenen Anordnungen und ornamentaler Ausformung. Neben einigen Tieren spielen Personen die Hauptrolle in den Zeichnungen. Grazile Frauengestalten bewegen sich in tänzerischen Posen. Die Zeichnungen weisen den Künstler als symbolistischen und gleichnishaften Könner aus.

In kräftigen reinen Farben leuchten die Leinwandbilder von Sandor Makoldi. Es gibt keine Perspektive in den Gemälden, aber mystische Tiefe oft in dunklem Blau. Die entstandenen Formen enthalten Kreise, Flügel, Sonnen und abstrakte Formen, deren Deutung unserer Phantasie anheim gegeben ist. Der Begriff der Signalmalerei drängt sich auf. Er wird aber überlagert von rätselhaften Formen, die eher an urzeitliche Mitteilungen gemahnen. Der Urgrund für diese Kreis-Herz- und Sonnengebilde findet sich in den bäuerlichen Ornamenten aus der Puszta-Gegend in Ungarn. In der heutigen Zeit ist die Rückbesinnung auf hergebrachte Formen eine Möglichkeit Ursprüngliches zu bewahren.

Makoldi hatte anfangs den Einfall, seine Gemälde ungerahmt, wie tibetische Gebetsfahnen zu präsentieren. Aus Rücksicht auf unsere Gewohnheit, sich über den Rahmen in ein Bild zu vertiefen, sind die Gemälde auf Spannrahmen aufgezogen und können nachträglich einen Zierrahmen erhalten.

2015 wurde ca. 70 km westlich von Debrecen ein Rundtempel fertiggestellt, der suprakonfessionell ist. Idee und Ausstattung stammen hauptsächlich von Sandor Makoldi. Seine Malereien greifen die einfachen Formen der Hirten und Bauern der Gegend auf und werden zu einem Bildpanorama der Tiere, der Pflanzen und des Lebens in der Puszta. Ein Bildband ist ebenfalls dazu erschienen.